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Deutsche Meisterschaften der Jugend 2022

26. Juni 2022

Yasmin Schneider

Deutsche Meisterschaften der Jugend 2022

Am vergangenen Wochenende (18./19.06.2022) fanden dann die letzten Deutschen Meisterschaften des Jahres 2022 statt. An diesem Wochenende war die Jugend dran, ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch zu dieser Meisterschaft war aufgrund der coronabedingt ausgefallenen Regionalmeisterschaften eine offene Meldung zulässig. So kam es, dass in vier Altersklassen insgesamt 36 Mannschaften an den Start gingen (ursprünglich 38, jedoch gab es zwei kurzfristige Absagen aufgrund von Corona-Erkrankungen). Das Wochenende versprach vor allem eins – heiß zu werden. Da in diesem Jahr alle Meisterschaften nach hinten verschoben wurden, um auch sicher stattfinden zu können, schauten alle Beteiligten etwas in Sorge auf den Wetterbericht. Und dieser enttäuschte nicht. Bereits am Samstagmorgen um 9 Uhr zur Eröffnung wurden Temperaturen von 25 Grad gemessen, diese stiegen im Laufe des Tages dann noch auf 34 Grad an. Der Ausrichter vom TuS Meinerzhagen machte die heißen Temperaturen jedoch mit einer super Verpflegung, toller Stimmung und sehr guter Laune wett, sodass man sich vor Ort rund um wohl fühlte. 

Auch den SpielerInnen der einzelnen Vereine sah man die Hitze nicht an. Vom ersten Spiel an kämpften sie um jeden Ball, liefen übers Feld und waren hoch motiviert. Den Beginn machten hier die SchülerInnen in der Altersklasse 11-14 Jahre. Für viele TeilnehmerInnen war dies der erste aktive Kontakt mit den Deutschen Meisterschaften, da durch den coronabedingten Ausfall in den letzten zwei Jahren gerade die Jugend leider etwas zu kurz kam. So konnte man zu Beginn bei manchen Teams noch kleinere Flüchtigkeitsfehler entdecken, die sicherlich der Aufregung geschuldet waren. Von Spiel zu Spiel gewannen jedoch alle Teams an Sicherheit und konnten endlich zeigen, was sie in den letzten Jahren gelernt hatte. Schöne, lange und qualitativ hochwertige Spielzüge waren zu beobachten, die die Spiele bereits in dieser Altersklasse sehr ansehnlich machten. Besonders erfreulich bleibt zu erwähnen, dass das Teilnehmerfeld in dieser Altersklasse mit 20 Mannschaften (10 Mannschaften weibliche Jugend 11-14 und 10 Mannschaften männliche Jugend 11-14) voll besetzt war. 

Mittags hieß es dann Aufstellung nehmen zur offiziellen Eröffnung und dem gemeinsamen Einmarsch aller 36 Mannschaften. Hatte man bislang den Eindruck, die Stimmung in der Halle wäre gut, wurde man von der Stimmung beim Einmarsch noch einmal überrascht. Mit Sprechgesängen und Schlachtrufen gingen die Teams an den Start und eröffneten die Deutschen Meisterschaften auf ihre ganz eigene Art und Weise. Natürlich durfte da auch eine riesige Laolawelle, an der alle Teams und Fans gleichermaßen beteiligt waren, nicht fehlen. 

Im Anschluss daran starteten auch die restlichen Teams der älteren Jahrgänge (weibliche & männliche Jugend 15-18) in die Meisterschaften. Auch hier konnte man tolle Entwicklungssprünge der letzten 3 Jahre beobachten und es wurden ebenfalls qualitativ hochwertige Spiele gezeigt. Eine Zunahme der Geschwindigkeit und Präzision der Angriffsschläge machten diese Spiele überaus sehenswert und viele der Jüngeren konnten hier beobachten, wo der Weg in den kommenden Jahren für sie hingehen könnte. 

Der Sonntag startete dann mit einer kleinen Abkühlung der Temperaturen, was den einen oder anderen erleichtert aufatmen ließ. Die zu erwartende Aufregung und Spannung in der Halle war heiß genug, da brauchte man dies nicht noch vor der Hallentür. 

Es starteten die Spiele um die hinteren Platzierungen sowie einige Kreuzspiele, um festzulegen, wer um die vorderen Plätze mitspielen darf. Sollte man hier erwarten, dass die hinteren Platzierungen weniger spannend waren, dann täuschte man sich gewaltig. Über Nacht schienen alle Mannschaften nochmal gewachsen, der Ehrgeiz vergrößert und den Siegeswillen gefestigt zu haben. Man sah konzentrierte, saubere und niveauvolle Spiele in allen Altersklassen, die am Ende dann vom jeweils besseren Team gewonnen werden konnten. Es gab hier noch einige Überraschungen, waren doch plötzlich Mannschaften bei den vorderen Platzierungen mit dabei, die man vorab so gar nicht auf dem Schirm hatte. Hier zeigte sich, wie sehr sich der Sport in den letzten Jahren weiterentwickeln konnte und das Niveau in allen Ländern deutlich angezogen wurde. 

Dass Prellball am Ende doch eine große Familie und tolle Gemeinschaft ist, wurde an diesem Wochenende mehrfach bewiesen. Überall sah man in den Pausen SportlerInnen mit verschiedenen Vereinstrikots gemeinsam spielen oder quatschen, wurde Hilfe benötigt ging man schnell zur Hand und auch während und nach den Spielen erlebte man eine sehr herzliche, offene und wertschätzende Atmosphäre. Den Höhepunkt dieses Geschehens konnte man dann im Finalspiel der weiblichen Jugend 11-14 beobachten. Hier spielte der TV Sottrum gegen den MTV Wohnste. Während vom TV Sottrum in allen Altersklassen eine Mannschaft plus Fans angereist waren, konnte der MTV Wohnste lediglich mit einer Mannschaft bei den Meisterschaften antreten. Dementsprechend ungleich verteilt war daher auch die Anzahl der personellen Unterstützung hinter dem Feld. Doch das wurde schnell geändert, denn die SpielerInnen des TV Freiburg St. Georgen solidarisierten sich kurzerhand mit dem MTV Wohnste und unterstützten diese lautstark hinter dem Feld. So wurden beide Teams dazu angespornt ihr Bestes zu geben und das Finale ging am Ende super knapp mit 29:28 Bällen an den TV Sottrum.

Dritter wurde in dieser Altersklasse das Team vom SV Diepoldshofen, welches sich mit 30:23 Bällen gegen das Team vom SV Weiler durchsetzte. 

Im Finale der männlichen Jugend 11-14 standen sich der SG Aumund Vegesack und der TV Freiburg Herdern gegenüber. Im ersten Spiel des Wochenendes verletzte sich einer der Spieler der SG Aumund Vegesack und konnte an diesem Wochenende leider nur noch von der Bank aus teilnehmen, sodass man nun umso gespannter hinsah, wie dieses Finale wohl ausgehen würde. Es war ein Finale auf Augenhöhe, geprägt durch viele schnelle Bälle und gut durchdachte Spielzüge sowie motivierte Spieler, die um jeden Ball kämpften. Am Ende setzte
sich die SG Aumund Vegesack mit 33:29 Bällen durch und darf sich nun Deutscher Meister 2022 in dieser Altersklasse nennen. Vielleicht ein kleiner Trost für den Verletzten, dem wir an dieser Stelle eine schnelle Genesung wünschen wollen!

Im kleinen Finale standen sich hier in dieser Altersklasse der Charlottenburger TSV und der TV Sottrum gegenüber. War die erste Halbzeit lange ausgeglichen, konnte sich der Charlottenburger TSV in der zweiten Halbzeit etwas absetzen und den Sieg mit 33:30 Bällen nach Hause holen. 

Wie hoch das spielerische Niveau des Wochenendes war, zeigten gerade auch die beiden Finale im Bereich der Jugend 15-18. Gewannen dies doch zwei Teams, die sich bereits bzw. zukünftig auch in der Bundesliga Nord präsentieren (werden). 

Bei der weiblichen Jugend gewann das Team vom MTV Eiche Schönebeck, welches in der aktuellen Saison der Liga Nord der Erwachsenen den vierten Tabellenplatz bestreiten konnte. Umso mehr muss an dieser Stelle die Leistung des TuS Meinerzhagen hervorgehoben werden. Die Spielerinnen konnten sich lange Zeit gegen den MTV Eiche Schönebeck behaupten und setzten diesen zwischenzeitlich unter Druck. Am Ende gewann der MTV Eiche Schönebeck jedoch verdient mit 33:21 Bällen und ist neuer alter Deutscher Meister in dieser Altersklasse. 

Dritter wurde hier der TV Freiburg St. Georgen, der sich im kleinen Finale mit 32:28 gegen den TV Sottrum durchsetzen und sich so einen Podiumsplatz sichern konnte. 

In der männlichen Jugend konnte das Team des TV Sottrums auftrumpfen. Gegen den TV Berkenbaum zeigten sie ein Finale, bei dem sich viele Zuschauer fragten, ob dies tatsächlich noch ein Jugendfinale ist oder leistungstechnisch nicht schon lange der Erwachsenenbereich erreicht ist. Das hochklassige Finale ging dann am Ende mit 37:28 Punkten an die Mannschaft des TV Sottrum, die in der kommenden Saison als 2. Bundesligamannschaft des TV Sottrum im Bereich der Leistungsklasse zu sehen sein wird. 

Den dritten Platz erreichte hier der SV Weiler haarscharf vor dem TV Freiburg St. Georgen mit 43:41 Punkten. 

Wir gratulieren allen Siegern und Platzierten und bedanken uns für dieses tolle und super organisierte Wochenende beim Ausrichter, dem TuS Meinerzhagen!  


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