Deutsche Jugendmeisterschaften in Waiblingen

Am 09. und 10. April 2016 fanden die Deutschen Jugendmeisterschaften in Waiblingen statt. Angetreten waren jeweils 10 Mannschaften in jeder der vier Altersklassen.

Bei der weiblichen Jugend 11-14 Jahre gelang den Mädels des TV Sottrum in der Vorrunde Gruppe B ein völlig ungefährdeter Durchmarsch gegen die Konkurrenz der ATV Bonn, des TV Berkenbaum, des TSV Wuchzenhofen und des SV Diepoldshofen. Diese überragende Leistung brachte den TV Sottrum direkt ins Halbfinale. Hier trafen sie auf die SV Weiler, die sich zunächst in der Vorrunde Gruppe A gegen den MTV Eiche Schönebeck, den TV Rieschweiler und den TuS Meinerzhagen und im Vorkreuzspiel gegen den SV Diepoldshofen durchsetzen konnte. In diesem Halbfinale sollte sich bewahrheiten, was kundige Beobachter bereits in der Vorrunde gemutmaßt hatten: Sottrum zog, durch einen ungefährdeten Sieg über Weiler, ins Finale ein. Finalgegner waren die Mädels des MTV Eiche Schönebeck. Diese hatten in der Vorrunde den MTV Wohnste, den TV Rieschweiler und den TuS Meinerzhagen hinter sich gelassen. Lediglich die Partie gegen die SV Weiler mussten sie abgeben. Der Halbfinalsieg über Wohnste machte für Eiche den Weg frei ins Finale. Das „finale“ Aufeinandertreffen der beiden Gruppenersten Eiche und Sottrum war über weite Strecken eine Partie auf Augenhöhe - am Ende  konnte der TV Sottrum mit 3 Bällen Vorsprung den Meistertitel gewinnen. Bei der männlichen Jugend 11-14 Jahre setzten sich in der Vorrunde Gruppe D die Jungs vom TV Freiburg-Herdern ohne Punktverlust mit teilweise deutlichem Vorsprung gegen den TV Winterhagen, den TV Jahn Bad Lippspringe, den TV Rieschweiler und den TV Sottrum durch und gelangten somit direkt ins Halbfinale. Halbfinalgegner war der MTV Eiche Schönebeck, der sich als Vorrundenzweiter Gruppe C im Vorkreuzspiel mühelos gegen den TV Sottrum hatte behaupten können. Eiche konnte Herdern auf Abstand halten und sich so die Finalteilnahme sichern. Finalgegner war der TV Reutin, der sich als Vorrundenerster Gruppe C im Halbfinale denkbar knapp gegen des TSV Ohorn hatte durchsetzen können. Den Meistertitel jedoch erkämpften sich der MTV Eiche Schönebeck mit 5 Bällen Vorsprung vor Reutin. In der weiblichen Jugend 15-18 Jahredominierten die Spielerinnen des MTV Eiche Schönebeck ihre Gegenspielerinnen des MTV Wohnste, des VfL Waiblingen, des SV Diepoldshofen und des TV Winterhagen beinahe nach Belieben. Ohne Punktverlust gelangte Eiche als Vorrundenerster in Gruppe E ins Halbfinale. Dort trafen sie auf den TV Sottrum, der als Gruppenzweiter Gruppe F im Vorkreuzspiel den MTV Wohnste hinter sich gelassen hatte. Das Nordduell brachte Eiche ins Finale, für Sottrum ging’s ins kleine Finale und Spiel um Platz 3. Zweiter Finalist war der TSV Babenhausen. Als Vorrundenerster Gruppe F stand er nach Siegen über den TV Kierdorf 1962, Berkenbaum, Rieschweiler und Sottrum im Halbfinale gegen den TV Winterhagen auf dem Feld. Und auch diese Begegnung konnte Babenhausen für sich entscheiden.  Erst im packenden Finale war Schluss für den Süden: der MTV Eiche Schönebeck sicherte sich mit letztlich doch deutlichem Vorsprung dem Meistertitel. Die Spieler der männlichen Jugend 15-18 Jahre des TuS Westfalia Dortmund-Sölde prellten sich vollkommen unbedrängt gegen den PV Gundernhausen, die SV Weiler, den TSV Wuchzenhofen und den MTV Eiche Schönebeck durch die Vorrunde und standen als Gruppenerster H für’s Halbfinale fest. Hier besiegten sie den TuS Aschen-Strang, der als Zweiter Gruppe G und nach einem Sieg im Vorkreuzspiel gegen den TSV Wuchzenhofen ins Halbfinale gelangt war. Der TV Sottrum war nach Siegen gegen den TuS Aschen-Strang, den TV Rieschweiler, den VfL Waiblingen und den TV Winterhagen Erster in Gruppe G und somit im Halbfinale. Dieses gewann er gegen den MTV Eiche Schönebeck, der sich im Vorkreuzspiel  gegen den VfL Waiblingen hatte durchsetzen können. Die Finalbegegnung Sölde gegen Sottrum konnte der TuS Westfalia Dortmund-Sölde für sich entscheiden und erkämpfte sich somit den Meistertitel.  Deutschlands Prellball-Jugend hat an diesem Wochenende ihre Meister gekürt. Ungekürt aber nicht unerwähnt soll das Publikum dieser Veranstaltung bleiben. Die Anspannung auf den vier Spielfeldern übertrug sich auf die Zuschauer auf der Tribüne, wo sie sich in wildem Trommelschlagen, Rätschengeknatter, Fanfarentuten und dem Skandieren von Schlachtrufen aus immer heiserer werdenden Kehlen Bahn brach. Schwer zu sagen, bei wem der Adrenalinspiegel höher war: bei den Prellballern oder bei ihren Fans! Eine schier unglaubliche Stimmung erfüllte die Halle. 

Ulla Löffler VfL Waiblingen